Kristin Kambach
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06.02.2013

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Grünes Auto

Seit Jahren arbeiten Forscher und Autohersteller an Methoden zur Fortbewegung ohne Öl. Eine der wichtigsten Forschungsgebiete ist der Wasserstoff. Mit ihm ist es bereits jetzt möglich, umweltfreundlich und ohne belastende Abgase mit dem Auto zu fahren. Doch bisher gibt es kaum Wasserstoffautos, die es auf den Markt geschafft haben. Woran hängt es und wird es überhaupt eine Zukunft mit Wasserstoffautos geben?

Bereits jetzt haben Wasserstoffautos eine hohe Reichweite im Vergleich zu Elektroautos. Bei einem Test konnten Testfahrer 650 Kilometer zurücklegen. Das Auto wurde mit sechs Kilogramm Wasserstoff in vier Tanks beladen, welche unter einem Druck von 700 bar standen. Auch in Hinsicht des Tankens haben die mit Wasserstoff betriebenen Autos einen großen Vorteil. Das tanken dauert hier nicht viel länger als bei einem herkömmlichen Benzin- oder Dieselauto.

Wasserstoffautos werden wie herkömmliche Elektroautos auch mit einem Elektromotor betrieben. Der Unterschied ist aber, dass Wasserstoffautos in den meisten Fällen eine Brennstoffzelle verbaut haben, die wie ein Kraftwerk für die Stromerzeugung funktioniert. Bei diesem Vorgang oxidiert Wasserstoff durch die Zuführung von Wasserstoff, wodurch Wasser und Strom erzeugt wird. Mit diesem Vorgang können die Autos dann über 500 Kilometer zurücklegen. Zum Vergleich, ein Elektroauto schafft aktuell nur 150 Kilometer.

Wasserstoff ist teuer in der Herstellung

Derzeit wird zur Herstellung von Wasserstoff überwiegend Erdgas genutzt. Allerdings wird dieser auch irgendwann zur Neige gehen und die während der Produktion anfallenden Schadstoffe tragen nicht zu einer CO2 freien Luft bei. Eine saubere Alternative wäre die Gewinnung von Wasserstoff per Elektrolyse aus Wasser. Für dieses Verfahren benötigt man Strom, der aus sonnenreichen Regionen mithilfe von Solarpanel, oder aus anderen regenerativen Energiequellen gewonnen werden könnte. Mit das größte Problem ist aber noch die Infrastruktur der Brennstofftankstellen in Deutschland. Bisher gibt es lediglich 20 Zapfstationen. Die Zahl soll aber durch ein Zusammenschluss von Auto-, Mineralöl- und Energiebranche behoben werden. Bis 2015 soll die Zahl auf etwa 50 Stationen steigen.

Was machen die Hersteller?

Honda verleast bereits in den USA und Japan ein Wasserstoffauto an Privatkunden. Der Autohersteller Hyundai produziert seit Ende 2012 ein Auto mit einer Reichweite von fast 600 Kilometern, welches derzeit auch nur an Leasingnehmer in Korea abgegeben wird. Der deutsche Autohersteller VW testet den den Tiguan HyMotion derzeit in den USA und in Deutschland.

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