Solarfirmen sehen gute Chancen in Asien

Kristin Kambach
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02.10.2012


Solarpanel

Das Gütesiegel Made in Germany steht weltweit für sehr hohe Qualität. Diesen Ruf will sich die im eigenen Land schwächelnde deutsche Solarindustrie einmal mehr zunutze machen, um sich im asiatischen Raum neue Absatzmärkte zu sichern. Hier konzentrieren sich die Unternehmen verstärkt auf die zehn Mitglieder des Verbands südostasiatischer Staaten ASEAN* (Association of Southeast Asian Nations), dessen Energiebedarf zusehends steigt. Prognosen weisen einzelnen Ländern ein exponentielles Wachstum von bis zu 16% pro Jahr zu.

Die Volkswirtschaften der ASEAN gehören zu den am schnellsten wachsenden der Welt, weswegen die bisherigen Anbieter den künftigen Energiebedarf nicht werden decken können. Dazu kommt der Wunsch vieler Regierungen nach umweltfreundlicher, nachhaltiger Energieversorgung als kostengünstige Alternative zu Diesel- oder Kohlestrom.
Noch liegt der Anteil an erneuerbaren Energien in den ASEAN-Staaten zumeist weit unter 10%, jedoch hat sich ein Großteil dieser Staaten das ambitionierte Ziel einer 25% Versorgung durch regenerative Energiequellen gesetzt.

Als zuverlässig, ausgereift und schnell umsetzbar geltend, scheinen Solaranlagen hierfür besonders gut geeignet. Bei einer je nach Land zwischen 1516 und 1971 kWh pro Quadratmeter liegenden Sonneneinstrahlung, lässt sich Solarenergie noch effizienter nutzen als etwa in Deutschland, das trotz seiner 952 bis 1225 kWh-Leistung, zurzeit der größte Solarmarkt der Welt ist.

Bevor die deutschen Solarfirmen den südostasiatischen Raum jedoch vollends erobern können, gilt es noch einige Hürden zu nehmen. Insbesondere die traditionellen inländischen Stromanbieter wie auch die von Land zu Land variierenden politischen Rahmenbedingungen und Entwicklungsgrade könnten die Etablierung deutscher Solarprodukte erschweren.

Trotz dieser Herausforderung sieht der Großteil der deutschen Solarindustrie jenen neuen Markt als große Chance an. Alexander Lenz, Asien- und Nahostchef des Solaranbieters Conergy kommentiert die Situation wie folgt „Wir sind schließlich erst am Anfang (…) Asien wird für uns zum Hauptabsatzgebiet.“

* ASEAN-Mitglieder: Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam

Weiterführende Informationen

 

 

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