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09.01.2013

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Windkraftanlage wird nachgerüstet

Walfinnen und verschiedene Baumarten standen bereits für die Gestaltung von Rotorblättern Modell. Nun sind ausgestorbene Tierarten, genauer gesagt Dinosaurier, in den Fokus der Entwickler gerückt. So präsentierte allein Siemens kürzlich drei neue Designs, die von der Anatomie der Echsen inspiriert wurden. Eines davon nennt sich „Dino Tails“, für das Peder Bay Enevoldsen (44) aus Brande, Dänemark, kürzlich von Siemens zusammen mit mehreren Kollegen als Erfinder des Jahres ausgezeichnet wurde.

Enevoldsen begeisterte sich schon früh für Windenergie und kann bis dato 53 Einzelpatente in 21 Schutzrechtsfamilien für sich verbuchen. Dazu gehören unter anderem ein verbessertes Design für Rotorblätter sowie eine Methode zur Effizienzsteigerung eines gesamten Windparks durch optimales Zusammenspiel der einzelnen Turbinen.

Bei den “Dino Tails“ handelt es sich um Verzahnungen an der hinteren Kante eines Rotorblatts, die den gezackten Rückenplatten eines Stegosaurus nachempfunden sind. Dieses flexible, zackenförmige Design der Hinterkante hat Enevoldsen bereits vor 12 Jahren erfunden. Doch erst mit den neuen Hochleistungsturbinen, deren Rotorblattspitzen eine Geschwindigkeit von bis zu 350 km/h erreichen, schien ein Testlauf sinnvoll. Hierbei überzeugten die „Dino Tails“ im Hinblick auf Lärmreduktion und Effizienzsteigerung.

Die gezackten „Dino Tails“ verschaffen dem Rotorblatt eine größere Oberfläche, was zunächst Auftrieb und Schubkraft der Turbine erhöht und diese kurbelt wiederum die Stromproduktion an. Siemens spricht in diesem Zusammenhang von einer 4%-Steigerung. Darüber hinaus sinkt durch die zackige Gestaltung der Lärmpegel.

Da die Zähne zudem nicht nur als Teil des Rotorblatts mitgefertigt, sondern auch nachträglich aufgeklebt werden können, bedarf es häufig lediglich einer Nachrüstung von Windparks.

Weiterführende Informationen:

http://www.siemens.com/innovation/de/forscher_innovatoren/energy/2012-energy_enevoldsen.htm

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