Thorsten Bohg, Gründer und erster Vorsitzender des Vereins für Nachhaltige Energiewirtschaft

Gründer und erster Vorsitzender des Vereins ist Thorsten Bohg, der im Rahmen seiner früheren Tätigkeit als Geschäftsführer von Toptarif, eines der drei großen Vergleichsportale im Energiebereich, die unzureichende Kommunikation zum Thema Energie aus erster Hand kennt. Er verfügt über eine weitreichende Branchenkenntnis aus der Verbraucherperspektive und war mehrere Jahre lang gefragter Interviewpartner als Energie-Experte u.a. bei Günther Jauch (SternTV), bei RTLaktuell und im SAT1-Frühstücksfernsehen.

Strom.org: Herr Bohg – Sie haben sich bereits in der Vergangenheit als Experte für Energiethemen und Verbraucherfragen einen Namen gemacht. Wieso nun Strom.org?
"Ich habe bereits in der Vergangenheit in zahlreichen Beiträgen, Interviews und Talkshows die Uninformiertheit der Bevölkerung in Energiethemen bemängelt. Es kennen wohl mehr Deutsche die Startaufstellung von Borussia Mönchengladbach als die Herkunft ihres Stroms – der kommt aber nicht einfach nur aus der Steckdose. Die Entscheidungen, die in diesem Bereich zur Zeit getroffen werden, sollte man nicht nur Politik und Wirtschaft überlassen, sonst sitzt man vielleicht irgendwann im Dunkeln. Energie ist Leben, sie geht jeden etwas an."
Strom.org: Herr Bohg, Kernstück Ihres Vereins ist die Homepage Strom.Org. Wie dient diese dem Vorhaben eine lösungsorientierte Debatte zu ermöglichen.
"Unser Ziel ist es die Seite nach und nach zu einer umfangreichen Wissensdatenbank zum Thema Energie auszubauen. Wir wollen Hintergründe objektiv und seriös recherchieren und verständlich darstellen. Zudem soll die Seite die Sichtweisen unterschiedlicher Akteure darstellen."
Strom.org: Ist das nicht ein Widerspruch? Auf der einen Seite wollen Sie die Debatte von der Prägung durch Einzelinteressen befreien, auf der anderen Seite stellen Sie aber Meinungen von beispielsweise Verbands- und Unternehmensvertretern dar.
"Nein, ich denke nicht, dass sich das widerspricht. Solange Argumente auf Fakten beruhen, kann die Darstellung von Meinungen, gerade wenn Sie sehr unterschiedlich bzw. gegensätzlich sind, sehr erhellend sein. Daher wollen wir fortlaufend Interviews mit Energieexperten führen, mit dem Ziel, ein möglichst breites Spektrum an Meinungen zu erfassen. Wichtig ist dabei vor allem die Ausgewogenheit der Interviewten. Wenn sich zum Beispiel ein großer Stromversorger zum Netzausbau äußert, sollten das auch Stadtwerke, mittlere Stromversorger oder die Bundesnetzagentur tun können. Am Schluss kann man dann selbst entscheiden, welche Darstellung einen am meisten überzeugt erscheint."
Strom.org: Was planen Sie noch für die Homepage?
"Die Darstellung von Meinungen ist die eine Komponente unserer Homepage. Mindestens ebenso sehr liegt uns aber die Darstellung von Fakten am Herzen. Einen Teil der Inhalte, beispielsweise Infografiken, erarbeiten und gestalten wir selbst. Zusätzlich bieten wir Wissenschaftlern und Journalisten die Möglichkeit Ihre Artikel bei uns einzustellen. Dadurch soll sich nach und nach eine Wissensdatenbank aufbauen. Alle, für die das interessant ist, können sich gerne mit uns in Verbindung setzen. Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage www.strom.org."
Strom.org: An wen wollen Sie sich mit Ihrer Seite wenden?
"An Sie. Kurzum, wir haben uns keiner besonderen Zielgruppe verschrieben. Vielmehr wollen wir Informationen für jeden, den sie interessieren, zur Verfügung stellen; unabhängig davon, ob ein Wissenschaftler, Politiker, Journalist oder eine Hausfrau vor dem Monitor sitzt. Alle sollen die Inhalte verstehen und interessant finden."
Strom.org: Gibt es einen inhaltlichen Fokus?
"Die Struktur von Strom.org kann man grob in zwei Gruppen von Kategorien unterteilen. Die Einen behandeln die einzelnen Energieträger, also beispielsweise Kohle, Gas, Solar- oder Windkraft. Die anderen Kategorien widmen sich den Disziplinen bzw. den Überthemen Wirtschaft, Politik, Energiewende, Umwelt und Gesellschaft."
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