USA und Kanada bevorzugen Shale Gas

Kristin Kambach
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05.10.2012

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Fossile Brennstoffe bestimmen in Zukunft die Energieversorgung in den USA und Kanada. Bis 2030 soll Shale Gas (Schiefergas) knapp 30% des Energiebedarfs der USA decken. Durch die Gas-Lagerstätten im eigenen Land ist die Versorgungssicherheit über Jahrzehnte gesichert.

Anders als Westeuropa setzen die USA und Kanada in Zukunft verstärkt auf fossile Energieträger. Das sogenannte Shale Gas (im Deutschen: Schiefergas) ist ein spezielles Erdgas, welches einen Großteil des nordamerikanischen Energiebedarfs decken kann. Laut Dr. Ingo Kapp vom Deutschen GeoForschungsZentrum wird sich dieser Anteil von aktuell etwa 15% bis 2030 auf bis zu 30% erhöhen.

Warum werden keine erneuerbaren Energiequellen genutzt?

Westeuropa setzt hingegen in erster Linie auf erneuerbare Energien. Wieso nicht auch die USA und Kanada? Die Antwort liegt auf der Hand. Die USA und Kanada verfügen im Inland über immens hohe Erdgasvorkommen. Diese Reserven besitzen das Potenzial, einen entscheidenden Teil des Energiebedarfs beider Staaten für Jahrzehnte decken zu können. Ohne Abhängigkeiten von externen Gaslieferanten.

Darüber hinaus investieren die USA jedoch auch in erneuerbare Energiequellen. Hier steht vor allem der Ausbau der Windenergie im Vordergrund.

Im Hinblick auf den Umwelt- und Klimaschutz nimmt neben den Regenerativen auch die fossile Energiequelle Shale Gas eine wichtige Position ein. Im Gegensatz zu Kohlekraftwerken werden beim Einsatz von Erdgas bei der gleichen Nutzenergie ca. 40 bis 50 Prozent weniger Kohlendioxid freisetzt. Darüber hinaus können die durch die Gasförderung geleerten Gesteinsschichten zur CO2-Lagerung genutzt werden.

Die USA und Kanada schlagen mit ihrer Konzentration auf fossile Energieträger vorerst einen anderen Weg ein als Deutschland und andere westeuropäische Staaten. Mit welcher Strategie sich der Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie am besten bewältigen lässt, kann nur die Zeit zeigen. Es ist zumindest (mehr als) ein Hauch von Umweltbewusstsein, der inzwischen in den USA zu spüren ist.

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