Fördervolumen steigt auf 100 Millionen Euro

Kristin Kambach
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06.11.2012

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Das Bundesumweltministerium (BMU) hat die Fördermittel für kommunale Klimaschutzprojekte erhöht. Die überarbeitete Richtlinie [1] stellt Gemeinden und Kommunen für das Jahr 2013 ein Fördervolumen von 100 Millionen Euro in Aussicht (maximale Einzelförderung: 250.000 Euro). Bezuschusst werden dezentrale Initiativen kultureller, sozialer wie öffentlicher Einrichtungen, die der CO2-Emmissionsminderung dienen. Bewerbungen sollten den verantwortlichen Projektträger Jülich zwischen dem  1. Januar 2013 bis 31. März 2013 erreichen (weitere Informationen siehe unten).

Die Förderrichtlinie für kommunale Klimaschutzprojekte wurde im Jahr 2008 unter der Leitung des damaligen Bundesumweltministers Sigmar Gabriel (SPD) ins Leben gerufen und ist Bestandteil der Nationalen Klimaschutzinitiative [2]. Die speziell auf Kommunen und kleinere Gemeinden ausgerichtete Subventionsmaßnahme zielt darauf ab, den Klimaschutz durch dezentrale Initiativen zur CO2-Reduktion vor Ort zu fördern. Für die vielen hoch verschuldeten Gemeinden stellt der Zuschuss häufig die einzige Möglichkeit dar, bauliche Klimaschutz-Vorhaben in die Tat umzusetzen. Seit Inkrafttreten der Richtlinie konnten ca. 3.000 kommunale Projekte mit mehr als 191 Millionen Euro unterstützt werden. Unter den Begünstigten waren zum Beispiel Schulen und kleinere Städtchen, die ihre gesamte Beleuchtung auf LED-Technik umstellten oder auch Gemeinden, die ihren Bewohnern das Radfahren durch eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur näherbrachten.

Mit der abermaligen Erhöhung des Fördervolumens reagierte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) im Oktober dieses Jahres auf die weiterhin existierende Notwendigkeit einer (weltweiten) CO2-Reduktion. „Mit der Kommunalrichtlinie zeigen wir, wie Klimaschutz und Energiewende erfolgreich vor Ort angestoßen werden können. Wir schaffen damit neue Impulse für eine regionale Energie- und Wirtschaftspolitik“[3].

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative konnte Deutschland seine CO2-Emissionen im Gegensatz zu vielen anderen Staaten bereits deutlich senken. Laut Bundesumweltamt erfolgte 2011 im Vergleich zum Jahr 1990 eine Reduktion um insgesamt 26,5%[4]. Die Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemission bis 2050 um 80 bis 95% zu senken. Ein ambitioniertes Vorhaben, das laut vielfacher Expertenmeinung jedoch Realität werden könnte.

Ermitteln Sie Ihren persönlichen CO2-Ausstoß mit dem CO2-Rechner des Bundesumweltamtes unter http://uba.klimaktiv-co2-rechner.de/de_DE/popup/

 

www.bmu-klimaschutzinitiative.de

www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

http://www.foerderinfo.bund.de

 


[1] http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/kommunalrichtlinie_2013_bf.pdf

(Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und

öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative)

[2] http://www.bmu-klimaschutzinitiative.de

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