BMWi stellt Konzept vor

Kristin Kambach
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07.10.2012


Wärmeverlust bei einem Haus

70% der deutschen Bevölkerung lebt in Städten oder regionalen Ballungsräumen. Diesem Umstand entsprechend, wird im Zuge der Energiewende besonderes Augenmerk auf energieeffiziente Stadtplanung und energieoptimiertes Bauen gelegt. Da immer noch 40% der in Deutschland beanspruchten Primärenergie in Gebäude fließt, hat das Bundesministerium für Wissenschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen der Forschungsinitiative EnOB (energieoptimiertes Bauen) im September 2012 ein neues Förderungskonzept vorgelegt.

Ein Schwerpunkt wird darauf gelegt, Gebäude nicht mehr nur losgelöst, sondern eingebunden zu betrachten, um die Energieeffizienz durch eine Abstimmung der Gebäude auf das Versorgungsnetz zu optimieren. Denn nur wenn man Energieflüsse in Systemzusammenhängen betrachtet, ist es möglich, auch einzelne Gebäude sinnvoll als Energiespeicher oder sogar Energiequelle zu nutzen.

Die Gebäude werden also über ihren eigenen Bilanzraum hinaus, wie etwa in städtischen Modellsituationen und beispielhaften kommunalen Versorgungskonzepten, betrachtet. Dieser neue Top-Down Ansatz, bei dem vom Übergeordneten, in diesem Falle der „Stadt“, ausgehend geforscht wird, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Ganzheitlichkeit der Auseinandersetzung mit energieoptimiertem Wohnen.

Beim bisher angewandten Bottom-Up Ansatz werden, ausgehend von der Perspektive des Endverbrauchers, einzelne Gebäude, deren Schnittstellen zu angrenzenden Bauten oder maximal kleinere Ensemble detailliert betrachtet. Im Zusammenspiel ergeben die beiden Forschungsansätze ein verfeinertes Abbild der Realität. Hierdurch wird es zukünftig erleichtert, energetische Defizite zu diagnostizieren und langfristigere wie ertragreichere Lösungsansätze zu verfolgen.

Alle Details zum Forschungsprogramm finden Sie auf der Internetseite der Initiative EnOB unter enob.info.

Weiterführende Informationen

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