Mehr Stromreserven für die kalten Tage

Kristin Kambach
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02.10.2012

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In den Herbst- und Wintermonaten steigt die Stromnachfrage in Deutschland deutlich (Hier ein Artikel von Wikipedia zu der Begrifflichkeit Energiebedarf). Vor diesem Hintergrund regt die Bundesnetzagentur nach der angespannten Versorgungssituation im Winter 2011 zur Erhöhung der sogenannten Kaltreserven von 1600 auf 2000 Megawatt (MW) an. Die Kaltreserve sind Kraftwerke, die ihre Energie aus fossilen Brennstoffen produzieren und im Bedarfsfall genutzt werden können. Versorgungsknappheit in der lichtarmen und kalten Jahreshälfte wäre solch einen Bedarfsfall.

Den Problemen des letzten Jahres sei laut eines Handelsblatt Zitats von Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, bereits entgegengewirkt worden. Lieferengpässe seien hauptsächlich durch vertragliche Regelungen entstanden, die bestimmte Gasgroßkunden bei Knappheit bevorteilten. Neue Absprachen mit Betreibern der Gaskraftwerke hätten zu einer Verbesserung der Versorgungskonditionen geführt.

Die Strommarktpolitik der Bundesregierung unterliegt derzeit generell harscher Kritik. Sie gehe mit der Planung des Ausbaus der erneuerbaren Energien „plakativ“ um, habe es versäumt, Konzepte vorzulegen und versuche nun mit Gesetzen symptombezogen Versorgungsprobleme anzugehen, die bei ausreichender Planung so nicht existieren würden. Viele Fragen also für den von Kanzlerin Merkel für November 2012 angekündigten Energiegipfel.

Trotz dieser Defizite beruhigt Homann die deutsche Bevölkerung. Die Verbraucher müssten sich keine Sorgen um Blackouts machen. Auch im letzten Winter war „Stromausfall“ nach der Abschaltung der AKWs im Zuge der Reaktionen auf das Unglück in Fukushima ein drohendes Schlagwort. Widererwartend konnte jedoch nicht nur die eigene Bevölkerung mit genügend Energie versorgt werden, sondern es wurden zudem noch große Strommengen an unseren französischen Nachbar exportiert.

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